Heißes Derby - Red Devil Robinson macht den Unterschied

Titans-Neuzugang Sasa Ilic war gegen sein ehemaliges besonders motiviert (Foto: Henning Stöbitsch)Voller Erwartungen ging man in das erste Saisonspiel der 2.Regionalliga West. Der Spielplan wollte bereits am ersten Spieltag das Derby zwischen dem ehemaligen Bundesligisten TuS Bramsche und dem heimischen Aufsteiger Osnabrücker TB.

Zwar hatte man im Vorfeld noch auf eine ausverkaufte Halle gehofft, war man im Nachhinein auch mit knapp 350 Zuschauern zufrieden. Die große Mehrheit im Publikum hatte allerdings der rote Anhang der Devils, die im „OTB-Dome“ für prächtige Stimmung sorgten.

Und das Derby hielt was es versprach. In einer intensiven Partie konnten die Hausherren dank konzentrierter Verteidigung und kluger Spielweise dem Favoriten eine 15:13 Führung abringen. Voller Energie ging es auch im zweiten Viertel weiter. Die OTB Titans angetrieben von einem überragenden Pointguard David Wiegard blieben weiter auf Tuchfühlung.

In der 16. Minute gelang es dann erstmals den Devils sich mit 20:25 etwas abzusetzen. Den Halbzeitstand von 29:31 aus Sicht der Titans stellte dann noch einmal Wiegard per Dreier her.

Die zweite Halbzeit stand dann ganz im Zeichen des Gastes und vor allem von US-Flügel Robinson, der am Ende auf überragende 44 Punkte kam. Während sich die Titans zunehmend in Einzelaktionen verzettelten, nutzte der Gast die Turnover, um zu einfachen Punkten zu gelangen. Auch in der Verteidigung agierte man nun unkontrolliert und ließ den Schützen Meier zu häufig alleine, der so 5 Dreier in der zweiten Hälfte einnetzte.

Absolut verdient stand so am Ende ein deutlicher 55-86 der Red Devils auf dem Papier. Die Titans können jedoch erhobenen Hauptes aus der Partie gehen. Eine Halbzeit lang konnte man dem Aufstiegsfavoriten Paroli bieten, ehe man einfach noch nicht routiniert genug ist, um weiter auf einem hohen Level zu agieren.

Nun steht für die Titans zunächst eine 3-wöchige Pause auf dem Programm, ehe es zum Mitaufsteiger nach Göttingen zum SC Weende geht. Für die Schützlinge von Coach Roland Senger bleibt als genug Zeit sich weiter vorzubereiten, um die ersten Punkte nach Hause zu holen.